Depressionen

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Störungen. Ca. jeder fünfte Mensch erlebt im Laufe des Lebens eine oder mehrere depressive Phasen. Und die Zahl steigt rasant weiter an. Eine Depression kann in jedem Alter auftreten. Sie wird hinsichtlich ihrer Schwere oft unterschätzt. Frauen sind mehr als doppelt so oft betroffen wie Männer.

Depressionen erkennen

Es gibt keine „klassische“ Depression. Form, Schwere und Verlaufsmuster können unterschiedlich sein. Eine Depression kann viele Gesichter haben. Viele Menschen sind sich nicht einmal bewusst, dass sie an einer Depression leiden. Die folgenden Symptome können auf eine Depression hinweisen:

  • Gedrückte Stimmung
  • Interessensverlust, Freudlosigkeit
  • Antriebslosigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit

Die verminderte Energie führt zu Einschränkungen in der Aktivität. Nach nur kleinen Anstrengungen tritt eine deutliche Erschöpfung auf. Der Patient leidet unter bleierner Müdigkeit. Weitere häufige psychische Symptome sind:

  • Negative Gedanken
  • Innere Leere
  • Wenig Energie und Entschlusskraft
  • Selbstzweifel
  • Ängste

Eine Depression geht oft mit körperlichen Anzeichen einher. Dazu können zählen:

  • Massive Schlafstörungen
  • Appetitverlust
  • Appetitsteigerung (eher selten)
  • Innere Unruhe
  • Lethargie
  • Diffuse Schmerzen
  • Schwindel, ohne körperliche Ursache
  • Gefühle der Enge, ohne körperliche Ursache

Eine Depression kann leicht, mittelschwer oder schwer verlaufen. In schweren Fällen kann sie mit psychotischen Anzeichen wie Wahnideen einhergehen. Die häufigsten sind Versündigungswahn, Verschuldungswahn oder Verarmungswahn.

Weil eine Depression so viele verschiedene Gesichter hat, kann es schwer sein, Depressionen zu erkennen. Zudem kenn jeder Mensch hin und wieder das Gefühl, dass alles grau in grau oder deprimierend erscheint. Jobwechsel, Trennung und andere einschneidende Erlebnisse können die Laune beeinflussen. Nach einem gewissen Zeitraum erholt sich die Person aber.

Eine Depression hingegen ist mehr als eine vorübergehende Phase der Niedergeschlagenheit: Sie beeinflusst das gesamte Denken, Fühlen und Handeln der betroffenen Person und verursacht erhebliches Leiden. Oft umfasst sie wie ein schwarzer Mantel das gesamte Leben.

Eine Depression verläuft in Phasen. Man spricht von einer depressiven Phase, wenn die Symptome über mindestens zwei Wochen durchgehend auftreten. Unbehandelt
kann eine depressive Phase zwischen mehreren Wochen bis zu über einem Jahr dauern. Bei bis zu einem Viertel der Betroffenen kommt es zu einem chronischen Verlauf.

Eine Depression kann in verschiedenen Formen auftreten:

  • als einmalige Phase
  • wiederkehrend
  • im Rahmen einer bipolaren Erkrankung im Wechsel mit Phasen der Hochstimmung
  • als saisonal abhängige Depression
  • als Schwangerschafts- und Wochenbettdepression
  • als anhaltende, leicht getrübte Stimmung.
  • als maskierte Depression. Hier stehen körperliche Symptome im Vordergrund.
  • als funktionale Depression: Die Person scheint im Alltag zu „funktionieren“
  • mit Wahnideen oder Halluzinationen (in schweren Fällen)
Depression und Sucht Behandlung

Depressionen gehen oft mit anderen psychischen Erkrankungen und Suchtverhalten einher. Bei Depression und Sucht Behandlung muss beides zusammen betrachtet werden: Wer traurig ist, greift schneller zu Suchtmitteln. Suchtmittel, ihre Entzugserscheinungen und ein damit verbundener Lebensstil wiederum können zu Depressionen führen.

Psychotherapie bei Depression Ablauf

Wer von einer behandlungsbedürftigen Depression betroffen ist, kann sich selten allein davon befreien. Zudem besteht die Gefahr eines chronischen Verlaufs. Generell gilt: Es ist wichtig, früh Depressionen zu erkennen. Eine frühe Diagnose sowie eine gezielte Behandlung sind entscheidend.

Psychotherapie bei Depression erzielt gute Erfolge: Mithilfe von Strategien der kognitiven Verhaltenstherapie können Denkmuster verändert werden. Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie bei Depression geht „der Sache auf den Grund“ und sucht nach tieferliegenden Ursachen. Bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann klinische Hypnose aber auch Ego-State-Therapie gute Erfolge erzielen. Die rezidivierende Depression Behandlung hat das Ziel, Rückfälle zu vermeiden. Bei schweren Verläufen kann zusätzlich medikamentös behandelt werden. Ich biete eine integrative Therapie bei Depression in München an.

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