Toxische Beziehungen

Muster durchbrechen

Verletzungen heilen

emanzipieren & wachsen

Emotionalen Missbrauch erkennen & sich befreien

Selbstwert stärken

Toxische Beziehungen sind keine Seltenheit. Wenn die Liebe zur Belastung wird, ist es Zeit, inne zu halten und die Dynamiken innerhalb der Beziehung zu hinterfragen.

Was ist eine „toxische Beziehung“?

Das Wort toxisch kann sehr abstrakt, subjektiv und mehrdeutig sein und wird zweifelsohne im alltäglichen Sprachgebrauch inflationär verwendet. Aber es beschreibt für diejenigen, die tatsächlich von toxischen Menschen in ihrem Umfeld betroffen sind sehr treffend, was für ein langer und schwerer Leidensweg damit verbunden ist, ein Weg, der oft schwer zu durchbrechen und zu verlassen ist.

Der Begriff „toxisch“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen toxin und bedeutet Gift. Auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen bedeutet das Muster, die wie Gift wirken. Sie schwächen das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, verhindern individuelle und persönliche Entfaltung und können auf die Dauer stark belasten und sogar psychisch krank machen.

Sich gegen toxischen Missbrauch zu wehren ist allerdings nicht immer leicht.

Aus manchen Beziehungen, die sich toxisch anfühlen, können wir zumindest theoretisch hinausgehen, aus anderen aber nicht. Denn den Menschen in unserem privaten Umfeld können wir nun mal nicht immer so einfach aus dem Weg gehen, unsere Wege kreuzen sich immer wieder – oder wir brauchen sie sogar für unser Überleben.

Dies gilt natürlich insbesondere für toxische Menschen in unserem familiären Umfeld und am Allermeisten in unserem allernächsten Umfeld, unseren Eltern.

Toxische Elternteile

Von schwierigen Müttern und Vätern

Toxische Eltern brauchen oft selbst viel Aufmerksamkeit, fordern zu viel von ihrem Kind oder haben wenig Kontrolle über ihre eigenen Gefühle und Emotionen. Wer beispielsweise mit einem narzisstischen Elternteil aufwächst hat sehr begrenzte Handlungsmöglichkeiten, muss viel akzeptieren und sehr viel schlucken.
Eine Mutter oder ein Vater mit stark narzisstischen Zügen beispielsweise kreist eher um eigene Bedürfnisse, um die kontrollierte Außenwirkung, dass er oder sie „gut dasteht“, als um das, was das Kind braucht.

Geschwister und andere Familienmitglieder wurden möglicherweise zusätzlich „instrumentalisiert“ und manipuliert, um den gewünschten äußeren Schein zu wahren und die stets unbewusst befürchtete narzisstische Kränkung zu vermeiden.

Ebenso prägend sind Elternteile mit einer gestörten Impulskontrolle, die einen toxischen Boden legten, in dem sich ein Kind nicht sicher fühlen kann, sondern von Angst getrieben wurde. Nicht selten zeigen die Eltern zusätzlich Suchtverhalten wie Alkoholsucht, Spielsucht oder Drogenkonsum, was zu einer (zeitweiligen) Wesensänderung der Eltern führen kann.

Die Gründe liegen oft nicht-verarbeiteten früheren Belastungen oder sogar Traumata der Eltern, manchmal auch in unerkanntem ADHS. In jedem Fall entsteht eine Wiederholung der eigenen Kindheit. Denn wer selbst als Kind angeschrien und geschlagen wurde, nimmt es möglicherweise als Normalität an, überträgt es auf die eigenen Kinder und wiederholt die Verhaltensweisen der Eltern.

Es kann schwierig und schmerzhaft sein, ein toxisches Elternteil als solches bewusst zu erkennen und diesen Gedanken für sich anzunehmen. Hinzu kommt: Jegliche noch so sanft und vorsichtig formulierte Kritik mündet in Abwehr. Die eigenen Gefühle werden herabgesetzt und als wenig wichtig angesehen.

Häufig benutzt das toxische Elternteil Schuldzuweisung als Abwehr oder weicht Gesprächen aus und ist somit nicht „greifbar“. Deshalb wird toxisches Verhalten von Eltern während der Kindheit oft über lange Zeit hinweg nicht bewusst wahrgenommen oder das Kind sieht die Schuld bei sich. Gleichzeitig bemüht es sich ständig um Aufmerksamkeit der Eltern.

Toxische Beziehung erkennen

In Partnerschaften gibt es unterschiedliche Gründe, wieso eine Beziehung sich toxisch anfühlen kann. In jedem Fall ist der erste und wichtigste Schritt, eine Schieflage in der Beziehung bewusst wahrzunehmen. Dies ist oft gar nicht so leicht. Denn wenn sich bestimmte Verhaltensmuster einschleichen werden sie zu Gewohnheit und zu Normalität. Manchmal zeigt es sich in diffusen Gefühlen wie Erschöpfung nach einem Tag mit der Person. Ein Grund kann in nicht verarbeiteten Kindheitserlebnissen liegen, die reaktiviert werden. Oft treffen sich in einer toxischen Beziehung eine sehr verständnisvolle und mitfühlende Person und eine Person, die die eigenen Grenzen sehr weit zieht, wie Menschen mit narzisstischen Strukturen.

Grandioser, verdeckter & vulnerabler Narzissmus

In toxischen Beziehungen entpuppt sich oft ein Partner als Narzisst. Doch narzisstische Menschen, insbesondere narzisstische Elternteile und die daraus entstehende Belastung und emotionale Vernachlässigung frühzeitig zu erkennen ist nicht immer leicht. Denn neben den relativ leicht erkennbaren, offensichtlichen und sich grandios fühlenden Narzissten gibt es auch verdeckte Narzissten, die äußerst sensibel und häufig eher ruhig und introvertiert wirken und sehr empathisch und verletzlich erscheinen. Doch auch sie stellen bereits zu Beginn der Werbephase und „love-bombing“ Phase ihr eigenes Wohl über die Gefühle Anderer, werten andere Menschen ab und zeigen wenig Empathie für das Wohlergehen und die Bedürfnisse anderer.

Auch Menschen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstruktur oder mit psychopathischen Zügen können das Gefühl einer Ausweglosigkeit geben.

Wie toxische Beziehungen verlaufen

In der Kindheit ist es kaum möglich, toxischen Strukturen zu entfliehen. Doch auch im Erwachsenenalter ist niemand vor toxischen Menschen, toxischen Beziehungen und toxischen Partnern gefeit, denn sie schnell genug zu erkennen ist oft gar nicht so leicht. Am Anfang erscheint die Beziehung nicht als toxisch, sondern eher als zu toll um wahr zu sein. Die ständige Aufmerksamkeit ist beflügelnd, das Umfeld freut sich mit über den wunderbaren Glücksgriff.

Zudem sieht man während der verliebten Anfangsphase auch gerne über Aspekt hinweg, die eigentlich vorsichtig und hellhörig werden lassen sollte. Kleine spitze Bemerkungen werden entschuldigt, der andere hatte ja „ ganz sicher nur einen schlechten Tag“.

Im Laufe der Zeit häufen sich die Bemerkungen und verlieren uns in den immer häufiger wiederkehrenden Konflikten immer mehr in einer inneren Unsicherheit, an wem es jetzt nun eigentlich lag, oft verlieren wir sogar aus den Augen, um welches Thema der Streit eigentlich ging.
Aber irgendwie scheint nie der andere einzulenken und konstruktiv beizutragen, sondern bewirkt vielmehr, dass immer mehr Schuldgefühle in uns wachsen.

Folgen von toxischen Beziehungen

Dieser (narzisstische) Missbrauch kann das eigene Selbstbewusstsein immer weiter schwächen, bis wir die Kraft und Energie und das Selbstvertrauen verlieren, uns aus der toxischen Beziehung zu entfernen.

Der erste und wichtigste Schritt ist, eine toxische Person bewusst als solche zu erkennen und sich langsam aber sicher aus der toxischen Beziehung zu befreien, den toxischen Partner zu verlassen.

Toxische Beziehungen überwinden mit Psychotherapie

Der Weg aus einer toxischen Beziehung kann der Anfang einer nachhaltigen Transformation sein! Psychotherapie bietet hier den Raum und die Ressourcen, um in Ruhe zu heilen und die eigenen Stärken wieder zu entdecken. Es kann hilfreich sein, in die Kindheit zu blicken. Wenn die Erinnerung an die Kindheit wenig vorhanden ist, kann Hypnose im Rahmen der Anteilearbeit sehr hilfreich sein.

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